Oh Lord, won´t you buy my Mercedes Benz?, 2017
Art in public. Mercedes Benz, roof top advertising, touch-up pens, equipment 
Market square, Schwabach

[English version below]
„Ein alter, aber fahrtüchtiger Mercedes Benz in Schwarz – heute nur noch einen Bruchteil seines ursprünglichen Kaufpreises wert – ist das Vehikel für die Frage „Was ist Dir wichtig? / What do you value?“ Jeden Tag um 15 Uhr ertönt der titelgebende Janis Joplin-Song „Mercedes Benz“ mit den Textzeilen „Oh Lord, won’t you buy me a Mercedes Benz? … I wait for delivery each day until three…“.
Das ehemalige Statussymbol und Prestigeobjekt korrespondiert in seinem zeitbedingten Wertverlust mit den persönlichen, materiell wertlosen Gegenständen, die der ehemalige Besitzer im Fahrzeug hinterlassen hat. Durch den Künstler erfahren die Dinge nun eine respektvolle Aufwertung im Sinne einer Erinnerungskultur.
Die Winkekatze als Glücksbringer hinter der Frontscheibe soll den Betrachter dazu aufrufen selbst zum Künstler zu werden und seine individuellen, immateriellen Wertvorstellungen mit goldenen Lackstiften auf das Fahrzeug zu schreiben, bis der Wagen schließlich in neuem Glanz erscheint. „Die partizipative und performative Installation bringt die Werte der modernen Gesellschaft an die Oberfläche“ (Theiler). Am Ende wird die Frage nach dem neuen Wert des nunmehr künstlerisch vereinnahmten Mercedes ganz konkret gestellt: Er steht zum Verkauf.“
Christine Demele

The gilding of an object expresses appreciation. In addition to the material gilding also has an immaterial value: the car, which suggested social status, lost its value within a short time. Especially with younger generations, a shift in values can be observed in which material values become less important. Which values take their place?